Die männermordende Actionheldin

Foto:DSO/ Caroline Lacroix

Die männermordende Actionheldin

Die männermordende Actionheldin Birte Glang ist international als Model und Schauspielerin gefragt. Dabei ist die zarte Blondine mit den Katzenaugen nicht nur „nett“. Derzeit tritt die 30-Jährige ihrem Filmpartner Kaya Yanar in „Agent Ranjid rettet die Welt“ im Kino gehörig in den Hintern. Das aber mit viel Sexappeal, coolen Kicks und einer großen Portion Humor. Was Birte Glang in LA macht und was sie für die Zukunft plant, erzählt sie im Interview.

Interview : Dagmar Sauer
birteglang.de 

Seit dem 18. Oktober läuft „Agent Ranjid rettet die Welt“ im Kino, in dem Du neben Kaya Yanar die weibliche Hauptrolle spielst. Hättest Du mit diesem Erfolg so schnell nach Deinem Ausstieg bei der RTL-Soap „Unter Uns“ gerechnet?
Nein. Aber es ist einfach toll, nur sechs Monate später so eine Rolle zu bekommen. Als ich beim Casting war, hatte ich schon gedacht, die Rolle könnte gut passen. Und so war’s dann ja auch! Ich spiele „Viagra“, eine männermordende Actionheldin, die mit Sexappeal und Schlagfertigkeit aufwartet, nachher aber auch ganz lieb wird. Ich hatte dafür extra Schieß- und Kampfsporttraining. Comedy ist aber auch ein schweres Genre. Man muss aufpassen, dass man die Rolle nicht zu sehr veralbert und muss das in dem Moment ganz ernst nehmen. Das scheint mir zu liegen. Zumindest wurde ich schon oft für Comedy-Rollen gebucht.

Es gibt Schauspieler, die sich so in eine Rolle vertiefen, dass sie Tage danach noch in dieser stecken. Geht es Dir auch so oder bist du nach Verlassen des Sets Birte Glang?
Meine Schauspiellehrerin hat mir gesagt, du musst nach einem Dreh die Tür schließen. Natürlich geht das nicht immer, es hängt auch davon ab, wie lange man in dieser Rolle gedreht hat. Ich nehme aus jeder Rolle etwas mit. Aus der Rolle der „Viagra“ in „Agent Ranjid rettet die Welt“ habe ich auf jeden Fall ihre Stärke mitgenommen – und zum Teil auch den holländischen Akzent, den ich mir für die Rolle aneignen musste. Auch heute noch switche ich manchmal in den holländischen Slang.

Komisch wäre es allerdings für mein Umfeld gewesen, wenn ich mich so mit „Viagra“ identifiziert und mich auch mit ihrem Namen vorgestellt hätte (lacht). Aus der Rolle der „Heidi Danne“ bei „Unter Uns“ (RTL, Anm. der Red.) habe ich auf jeden Fall die Lockerheit mitgenommen. Seitdem habe ich wieder ein bißchen mehr von der kindlichen Neugierde.

Du kommst gebürtig aus Recklinghausen, hast aber auch eine Wohnung in Berlin. Ist Big B für Dich die internationalste Stadt in Deutschland?
Ja, auf jeden Fall! Berlin hat für mich ein ganz besonderes Flair. Es gibt so viele Kulturen dort und so viele Künstler. Man bekommt eine enorme Inspiration. Berlin erinnert mich auch ein wenig an LA. Für mich als Schauspielerin ist es wichtig, in Berlin präsent zu sein.

Als international tätiges Model und Schauspielerin bist Du oft in LA. Wie unterscheiden sich das deutsche und das amerikanische Film-Biz?
Das amerikanische Film-Biz ist viel professioneller – in jedem Bereich. In Amerika ist alles viel mehr durchorganisiert. Das macht einem auch seine Arbeit als Schauspieler einfacher. Ein großer Unterschied ist auch, dass in Amerika Stars zelebriert werden. Die sind dort stolz auf ihre Celebrities. In Deutschland ist das anders. Die Amerikaner leben ihren „American Dream“. Das deutsche Film-Biz sollte sich auf jeden Fall viel mehr von dem amerikanischen abgucken.

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