Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte

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Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte

Interview mit Elias Fischer

mymonk.de

Hi Elias, möchtest Du Dich den Lesern zunächst kurz vorstellen? Wer bist Du und was machst Du?
„Wer bin ich?“. Das ist eine gute Frage. Bis vor 1,5 Jahren hätte ich noch gesagt, dass ich „Webdesigner“ bin. Heute kann ich die Frage nicht mehr so eindeutig beantworten
– Ich bin vieles. Selbst wenn ich nach meinem Namen gefragt werde, sage ich nicht: „Ich bin Elias“, sondern: „Ich heiße Elias.“ (Das ist ein kleiner Unterschied mit großen Folgen :) ) Dazu kam es, weil ich in letzter Zeit sehr viel mehr über mich selbst, das Menschsein und die Welt erfahren durfte.

Von welchen Erfahrungen sprichst Du?
Eine grundlegende Veränderung meines Ich-Gefühls und meiner Wahrnehmung der Welt begann, als ich das Buch „Eine neue Erde“ von Eckhart Tolle las. Das Buch hat mich im Innersten bestätigt, es hat mich „entschlüsselt“ und näher zu dem gebracht, was ich meine, wirklich zu sein.

Das bedeutet, Du warst vorher nicht „wirklich“, nicht Du selbst?

Ja, ich war nicht wirklich ich selbst. Ich habe Rollen gespielt, indem ich mich in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich verhalten habe. Ich war auf der Jagd nach Lob und Anerkennung, weil ich dachte, dass ich das brauche, um mich wertvoll zu fühlen. Genauso ging es mit dem gesellschaftlichen Status und meinem Geld auf dem Konto. Ich hatte mich auch darum gesorgt, was andere über mich denken könnten und mich dafür angepasst und verbogen.

Die wichtigste Erkenntnis war jedoch, dass ich nicht das bin, was ich denke. In vielen Situationen dachte ich: „Ich kann das nicht, weil…“ Aber das sind alles nur gedankliche Ausreden, Konditionierungen oder Ängste.

Wenn Du nicht Dinge wie Dein Beruf, Dein Bankkonto und Deine Gedanken bist, was bist Du dann?

Irgendetwas, was keine Form hat, was man nicht greifen kann und was nicht an das irdische Leben gebunden ist. Ein Beruf hat einen Namen, ich kann ihn lernen und hier auf Erden ausüben. Ein Bankkonto ist wie ein Notizbuch, in dem der aktuelle Stand meines Geldvermögens notiert ist. Dieses Geld kann ich materialisieren, in dem ich mir Dinge davon kaufe. All diese Dinge haben eine Form und sind vergänglich. Das Geld und die Dinge kann ich jedoch nur in diesem Leben nutzen, nicht jedoch über meinen Tod hinaus.

Noch beweglicher und flüchtiger sind meine Gedanken. Ich kann denken, was ich will. Ich kann von mir denken, dass ich der größte Verlierer sei. Oder ich denke von mir, dass ich ein liebevoller Erfolgsmensch bin, mit dem andere Menschen gerne zusammen sind. Egal, in welcher Situation ich jetzt bin, in meiner Gedankenwelt ist alles möglich.

Meine liebste Erkenntnis dabei ist, dass sich mein Leben dahingehend verändert, was ich über mich denke. Wenn ich in der Lage bin, meine Gedanken mit einem Fingerschnipp zu verändern, kann ich selbst nicht das sein, was ich über mich denke. Dann wäre ich ja möglicherweise in jedem Moment jemand anderes. :)

Der Knackpunkt bei den Gedanken ist jedoch, dass sie sich auf meine äußere Form auswirken: z.B. auf meinen beruflichen Erfolg und somit auf meinen Kontostand;

auf meinen privaten Erfolg und somit auf die Art meiner Freunde und Beziehungen. All das – Besitz, Beziehungen und Gedanken – hat eine Form. Ich kann es benennen und teilweise auch greifen. Und all das ist auf mein aktuelles Leben auf Erden beschränkt.
Was ich wirklich bin, ist form- und zeitlos. Ich kann es selbst nicht eindeutig beschreiben, weil es nicht greifbar oder sichtbar ist. Es ist wie eine höhere Führung meines Menschseins. Es gibt mir über das Leben und in Form von Gedanken und Gefühlen Zeichen, damit ich das Meiste und Beste aus meinem Leben herausholen kann. Und genau darum geht es in meinem Buch: Die Zeichen des Lebens und dessen, der ich wirklich bin, zu erkennen.

Du sprichst nun dein Buch an; das bringt uns auf die noch offene Frage: „Was machst Du?“
Aufgrund der Erkenntnisse, die ich in letzter Zeit gewonnen habe, bekam ich das Gefühl, dass ich diese gerne weitergeben möchte. Sie sind für mich so grundlegend und haben bei mir für eine innere Ruhe, Zufriedenheit und mehr Freude im Leben gesorgt. Also begann ich zu schreiben, um einen Teil meines Glücks weitergeben zu können. Zuerst entstand dabei der LebeBlog, in dem ich über Dinge berichte, die für ein bewusstes Leben sorgen.

Parallel dazu habe ich an einem Buch geschrieben: „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte.“ Dort habe ich all meine Erkenntnisse und Veränderungen beschrieben, die mein Leben fühlbar verbessert und mir einen wahrhaftigeren Sinn im Leben gegeben haben.

Was ist aus Deiner Sicht der wichtigste Part für ein sinnvolles Leben?
Die wichtigste Erkenntnis, um sein Leben sinnvoll zu führen, ist für mich die eigene Weiterentwicklung. Ich denke, wir Menschen sind auf der Erde, um Erfahrungen zu sammeln. Am besten so viel und so abwechslungsreich, wie nur möglich. Wenn uns langweilig ist oder wir keinen Sinn mehr im Leben sehen, haben wir meist aufgehört, uns selbst weiterzuentwickeln. Beginnen wir also, beruflich oder privat Neues zu lernen, kann unser Leben eine ganz neue Qualität erhalten.

Wichtig dabei ist nur: Was wir lernen, interessiert uns, und was wir tun, macht uns Spaß. Wer einfach nur dem nachgeht, was ihm oder ihr von Herzen Freude bereitet, wird sich schon bald nicht mehr die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen müssen.

Mein Buch „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte“ soll genau dafür ein liebevoller Begleiter sein. Es soll einen darauf zurückführen, was man selbst wirklich ist. Es soll einen daran erinnern, den eigenen Sinn im Leben auch wirklich zu leben. Und es soll Mut machen, den eigenen Lebensweg zu gehen, auch wenn er unbekannt und ungewohnt erscheint.

Wo gibt’s das Buch zu kaufen?
Im Buchhandel wird es wohl erst im nächsten Jahr erscheinen. Es ist jedoch im Selbstverlag bereits über meinen Online-Shop bestellbar: www.lebeshop.de. Eine kostenlose Leseprobe kann man sich unter
www.mit-18-gewusst.de zuschicken lassen.

Herzlichen Dank für das Interview.