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Dos & Dont´s

Projekt: 13. Wochenzeitung Deutschlands

Nachdem wir 12 Monate lang die Onlinewelt aufgemischt und eine beachtliche Stammleserschaft (im Schnitt 50.000 Unique User/Monat) versammelt haben, wagen wir jetzt den Gang auf den Printsektor. DorianGrey erscheint Anfang September 2012 – weiterhin wöchentlich – als Printausgabe. Die gedruckte Auflage beträgt 10.000 Exemplare. – Der Straßen- und Kioskverkauf beginnt immer am Samstag. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz…!Damit kommt ein frisches Medium auf den Markt, das den Lesern querbeet einiges bieten wird: Hintergründiges aus Politik und Sport, junge Mode von heute, die noch „Avantgarde“ ist, Streatwear, Wirtschaft „light“ – leicht und locker behandelt, Interviews und Fotostrecken mit interessanten „Boys&Girls“, Medienkritik und und und.Alles tabulos und knackig. Mit viel Lust an Brüchen, Überraschungen, Kontroversen. Nicht von linientreuen Redakteuren für ein erstarrtes Publikum, sondern von jungen Wilden für wilde Junggebliebene.Unser Ziel ist es, einen neuen, unabhängigen Journalismus ins Leben zu rufen und langfristig zu fördern.

Besprechung von Dg-Online in der WELT

anlässlich der 25. Münchner Medientage (Sep. 2011)Sprechautomaten in der Wellness-Oase

Auf den Münchner Medientagen suhlt sich die Branche im Selbstmitleid und vermeidet jeden Streit

Von Ekkehard Kern“Nein, aufs iPad setzen Felix Vogl und Wolf Eggert noch nicht. Erst einmal muss die neue Website ein Erfolg werden. DorianGrey.net ist ein bisschen Blog; die Schlagzeilen erinnern grafisch wie inhaltlich öfter einmal an die “Bild”-Zeitung, als Gastautorin konnte das Startup bereits Nina Hagen gewinnen. Mit ihrem Messestand auf den Münchner Medientagen wollen die beiden Mittzwanziger auf ihr ehrgeiziges Projekt aufmerksam machen, es den anderen Online-News-Portalen zeigen, die sich im thematischen Einheitsbrei verlieren, wie Vogl sagt.Ihre Website sieht auf den ersten Blick aus wie eine Zeitung, inhaltlich ist man – auch das gehört zum Konzept – wenig fokussiert, also auch maximal flexibel. Eine “Boys & Girls”-Rubrik mit lasziv dreinblickendem “Mäd- chen der Woche” darf es schon sein. Dass sie mit dem am klassischen Printprodukt orientierten Projekt medi- enstrategisch gegen den Strom schwimmen, stört die Macher wenig. Während auf den Medientagen große wie kleine Verlage also um die Zukunft der gedruckten Zeitung bangen, wollen Felix Vogl und Kollegen zumindest einen wesentlichen Teil davon in die neue Medienwelt überführen: ihr Layout und ihre Übersichtlichkeit. – “100 % Zeitung” lautet der Slogan.”

DorianGrey ist am Start – eine Chance für viele!

Der Betrieb von DorianGrey schafft etliche Posten und Beteiligungsmöglichkeiten. Dabei zu sein heisst, eine junge Zeitung, die ein neues Publikum erreicht, auch zur eigenen Bühne, zum eigenen Sprachrohr, zur eigenen Verdienstmöglichkeit zu machen!

Sponsoring und Patenschaft
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Anzeigenschaltung/Vermittlung
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Mediadaten

Distriktchefs/”LäuferInnen
“Um möglichst großflächig präsent zu sein, suchen wir noch Distriktchefs und Straßenverkäufer für verschiedene Großräume in Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Autoren
Das Herz einer Zeitung. Viele konnten wir schon an Bord versammeln, aber Autoren, bei denen man den Spass an Recherche und Schreiben “merkt”, kann man nie genug haben. Von “redaktionellen Mitarbeitern” erwarten wir nach Möglichkeit wöchentlich einen Beitrag. Autoren können ihre Artikel auch privat nutzen oder auf ihre Blogs stellen. Voraussetzung ist, daß dies frühestens 7 Tage nach der Veröffentlichung in der DorianGrey geschieht.Bei entsprechendem Einsatz ist es jedem Autor möglich, Ressortleiter zu werden.Wer Interesse am Mitwirken hat, meldet sich für den jeweiligen Themenbereich, bei dem er oder sie gerne schreiben möchte. Jedes Ressort hat sein eigenes Postfach.

politik@doriangrey.netwirtschaft@doriangrey.netkultur@doriangrey.netboysgirls@doriangrey.netjungdesigner@doriangrey.netstreetwear@doriangrey.netsociety@doriangrey.netmedien@doriangrey.netkoerpergeist@doriangrey.netnaturtechnik@doriangrey.netsport@doriangrey.netlokales@doriangrey.netdasletzte@doriangrey.net

artikelblockbustering – eine 2-minuten-instant-anleitung

seit bekanntgabe unseres printgangs erhalten wir täglich interessante artikel zugesandt, die es wert wären, in doriangrey abgedruckt zu werden, die wir aber nicht „bringen“ können, weil es in am aufbau hapert. dieser text soll zeigen, auf was wir neben den fakten noch wert legen. es geht um das thema „stil“.

wir halten es für wichtig, daß der leser nicht nur informiert sondern auch “unterhalten” wird. unterhaltung kommt auf der erkennbarsten ebene durch spannung und witz (sex lassen wir hier mal aussen vor) zustande. zugegeben, nicht jedes thema öffnet der spannung tür und tor, so kann man aus einer analyse über das dschungelcamp nicht unbedingt einen “thriller” zaubern ;) witz kommt da schon eher in frage. wer in diese kiste greift, sollte jedoch beachten, dass sich der humor dann nicht – als erkennbares vehikel – der “kritik” zu deutlich unterordnet. häme mag dem schreiber oder dem an sich schon medienkritischen insider spass machen, aber versteht auch der mainstreamer den brüller? lacht er mit? das wäre hilfreich, um content gewandt zu transportieren und dafür zu sorgen, daß der leser den text einem bekannten weitererzählt oder – empfiehlt. artikel, die lediglich ein urteil bestätigen oder eines schaffen haben dagegen einen haken: sie wirken ideologisch, zu “faktisch”. das ist für den lese”genuss” zu wenig.

dazu kommt ein weiterer, übergeordneter punkt, den unsere journalisten unbedingt beachten müssen: das erzählte soll dem leser so lebensnah wie möglich geschildert werden. wir alle machen gern den fehler, unser wissen als das wichtigste zu nehmen, und meinen daher, möglichste viele “beispiele” und zahlen würden am meisten überzeugen. aber das ist ein irrtum. was unsere diskussions(bzw. lese-)partnern -und auch uns – am meisten überzeugt, weil es nachhaltig im kopf bleibt, das sind BILDER, szenische aufnahmen. deshalb liegt die wirkung des fernsehens weit höher als die von büchern. ein film mit gutem drehbuch schlägt einen wälzer mit 2000 fußnoten um längen. deshalb ist es für uns schreiber wichtig, ein behandeltes thema vom standpunkt eines regiesseurs zu betrachten. mehr als steven spielberg als “dr. faktenreich”. der amerikanische blockbusterkönig würde ein artikelthema hauptrangig an einem greifbaren fall und einer greifbaren person “aufmachen”, zumindest in der einleitung. damit nähe entsteht, berührbarkeit und spannung. man kann -z.b.- über sarazzin ganze bücher schreiben, woher er stammt, wann er geboren ist, welche berufe er ausgeübt hat, aber das liest sich im wahrsten sinne des wortes “schwer”. man kann aber auch so starten: “er saß da wie ein denkmal, unberührbar, unantastbar, kein schweisstropfen rann ihm von der stirn, während im großen hörsaal der universität die studentenschaft tobte. woher, frage ich mich zum dutzendsten male, nimmt sarazzin diese ruhe…” damit kriegst du den leser, und du hältst ihn am ball, denn auch er denkt “ja, klar, würde ich jetzt auch gern mal erfahren, wie dieser kerl immer so cool bleibt!”

die großen printmedien arbeiten nach diesem genau diesem prinzip. und groß geworden sind sie durch “gutes” schreiben, das den leuten freude macht. deshalb empfehlen wir angehenden mitarbeitern (gerade wenn diese durch eine starke “vision”, durch engagement, oder einen aufreibenden “kampf” verkopfen) gerne, einmal “die welt” zu lesen, um zu sehen, wie man´s auf der stilistischen ebene richtig macht. auch der blog rott&meyer fällt in diese kategorie und zeigt, daß sich sogar ein vermeintlich trockenes thema wie die finanzwirtschaft mit leichter hand vermitteln lässt.bitte lasst euch nicht von dieser “belehrungsbreitseite” abschrecken, selbst wir in der chefredaktion reiben uns die genannten “DOs & DON’Ts” gern wechselseitig unter die nase, wenn mal einer von uns wieder nicht “sexy” genug geschrieben hat. wir alle müssen lernen.

Natürlich ist es am besten, wenn man mal einen konkreten Artikel vorgesetzt bekommt, der die Kurve gut gekriegt hat. Nachstehend also die Eröffnung von so einem:

Montag, 22:30 Uhr. S-BahnhofTempelhof. Hell erleuchtetliegt der Bahnhof in dieserNacht da. Mit lautem Getösefährt ein Reinigungsfahrzeugüber den Bahnsteig, ein Mitarbeiterder S-Bahn Berlin wechseltdie Lichtröhre am Treppenaufgangzu den Gleisen,ein anderer säubert mit einemReiniger die Scheiben. Um dieReinigungskräfte herum tummelnsich Fotografen. EinDrehtag zu einem Kinofilm?„Nein“, klärt I. P.,Pressesprecher für die S-BahnBerlin, lachend auf. „Wir informierendie Berliner Presse mitder Aktion darüber, welcheMaßnahmen die Bahn ergreift,um ihren Kunden einensauberenBahnhof zu gewährleisten.“Im weiteren Sinne sind auch P. und seine Kollegen von der Pressestelle dafür zuständig, dass die S-Bahn Berlin einen glanzvollen Auftritt hat. Auch alle anderen Unternehmensbereiche der Deutschen Bahn werden vom Regionalbüro Kommunikation nach außen vertreten. „Am Schönsten ist es, erfolgreiche Projekte vorstellen zu können“, sagt er…